Informationen zu den Referenten Drucken E-Mail

Auch wenn ihr natürlich vor Ort alle Informationen über die Referenten (Personenbeschreibung, Foto) und deren Veranstaltungen (Abstracts, Zeitplan) in eurem persönlichen Kongressband findet, haben wir euch schon jetzt ein paar Informationen zu den Referenten zusammengestellt. Wir sind sehr stolz darauf, so viele Referenten aus so unterschiedlichen Bereichen und aus dem gesamten Bundesgebiet für euch gewonnen zu haben. Schaut euch einfach weiter um auf unserer Homepage und ihr werdet merken: Bei diesem Kongress solltet ihr wirklich dabei sein!! Viel Spaß beim Stöbern!

 

 

Veranstaltungen

Dipl.-Psych Eberhard Bauer

Einführung in die Parapsychologische Forschung

(Vortrag)

Im Zentrum der Parapsychologischen Forschung („anomalistische Psy- chologie“) steht seit über 100 Jahren die wissenschaftliche Untersu- chung außergewöhnlicher menschlicher Erfahrungen in Form von Te- lepathie, Heilsehen, Präkognition und Psychokinese (die sogenannten Psi-Phänomene).

In Deutschland stellt das 1950 von Prof. Hans Bender gegründete Frei- burger „Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V.“ (IGPP), die größte Forschungs- und Beratungseinrichtung auf dem Gebiet der Parapsychologie dar.

Der Vortrag knüpft an die Fragestellungen des IGPP an und gibt einen Überblick über Methoden, Ergebnisse und Probleme der aktuellen para- psychologischen Forschung.

 

Eberhard Bauer & Wolfgang Fach

Beratung für Menschen mit außergewöhnlichen Erfahrungen

(Workshop)

Jährlich wenden sich rund 300 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet an das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V. (IGPP) in Freiburg. Ihr Anliegen ist es, dort Rat und Hilfe im Umgang mit außergewöhnlichen Erfahrungen (AgE) wie Wahrträumen, Spuk, Telepathie etc. zu erhalten. Die beratende und therapeutische Arbeit mit diesen Menschen erfordert spezifische Konzepte und ein fundiertes Verständnis der für diese Ratsuchenden spezifischen psychologischen Charakteristika. In diesem Workshop wird diskutiert, wie Ratsuchende ihre AgE verarbeiten und wie diese mit Emotionen, Einstellungen, Motiven und Verhaltensweisen verknüpft sein können.

 

Dipl.-Psych. Wolfgang Fach

Das Spektrum außergewöhnlicher Erfahrungen

(Vortrag)

Faktorenanalytische Untersuchungen der außergewöhnlichen Erfahrungen von mehr als 1500 Ratsuchenden, die zwischen 1996 und 2005 am IGPP beraten wurden, zeigen, dass sich die Vielfalt der berichteten Phänomene im wesentlichen auf sechs Hauptkomponenten reduzieren lässt: Spezifische Kliententypen die auf Grundlage dieser Faktoren mit einer Clusteranalyse gefunden wurden, unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Phänomenologie der Erfahrungen sondern auch in Bezug auf die Soziodemographie und die psychische Auffälligkeit. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Formenkreise außergewöhnlicher Erfahrungen und zeigt Zusammenhänge mit der Lebenssituation betroffener Menschen auf.

 

Prof. Dr. Baumann, Nicola

Uni-Karriere zwischen POP und Psyche: Wahrheitssuche in Zeiten des Publikationswahns

(Vortrag)

Die Arbeit an der Universität bietet die Gelegenheit, neben Lehre und Verwaltung eigenen Forschungsfragen nachzugehen. Ich habe das als Studentin mit der Option verwechselt, „DIE WAHRHEIT“ zu suchen. Unter Wahrheit habe ich dabei in erster Linie das Erkennen von größeren Zusammenhängen verstanden. Die globalisierte Wissenschaft folgt jedoch immer stärker dem POP-Prinzip.

Damit meine ich zweierlei: Erstens wird die Wissenschaft immer stärker popularisiert und trivialisiert. Wir untersuchen immer kleinere Fragestellungen und schaffen uns immer kleinere Inseln der Sicherheit (Minimierung des Alpha-Fehlers). Dabei verlieren wir den Blick für die großen Zusammenhänge.

Zweitens steht POP als Abkürzung für Publish- Or -Perish, also dafür, dass wissenschaftliche Qualifikation immer mehr durch das Abzählen der pro Jahr in peer-reviewed journals mit möglichst hohem impact factor beurteilt wird (der impact factor beruht seinerseits auch auf Abzählen, nämlich auf der Häufigkeit, mit der eine Zeitschrift zitiert wird). Ich möchte zeigen, welche Freiräume die universitären Laufbahn trotz immer stärker POPTendenzen bietet und wie man die Freude an der Wahrheitssuche mit dem Erfordernissen einer Karriereplanung vereinbaren kann.

 

Beierlein, Constanze

Persönlichkeit und Gesellschaft - Psychologen/-innen in der Umfrageforschung

(Vortrag)

In großen, repräsentativen Surveys wie z.B. dem ALLBUS (Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften), dem Sozio- ökonomischen Panel (SOEP) und der GLES (Deutschen Wahlstudie) werden immer häufiger psychologische Merkmale miterfasst. Zu diesen Merkmalen zählen Kontrollüberzeugungen, Wertorientierungen, und die Big Five-Persönlichkeitsdimensionen. Diese leisten zum Teil einen bedeutsamen, zusätzlichen Beitrag, um die Parteienpräferenz, das Gesundheitsverhalten oder auch Investitionsentschiedungen von Menschen zu erklären.

Psychologinnen und Psychologen bietet sich hier ein spannendes und vielseitiges Arbeitsfeld: Mit ihrem inhaltlichen Wissen sowie den methodischen Kenntnissen der Fragebogenkonstruktion und statistischer Auswertungsverfahren sind Psychologen/-innen an der Auswahl von Items, der Entwicklung von Skalen, der Datenerhebung und der Prüfung von Messverfahren beteiligt. In meinem Vortrag möchte ich einen Einblick geben in dieses Tätigkeitsfeld anhand von Beispielen des GESIS-Projekts zur Entwicklung von Kurzskalen für sozialwissenschaftliche Umfragen. Fragen der Teilnehmer/-innen werden gerne ebenfalls aufgegriffen und diskutiert .

 

Bellhäuser, Henrik

James Bond jagt Dr.phil. – Vom Reiz und den Tücken der Promotion

(Vortrag)

Etwa 10% aller Psychologinnen und sogar 19% aller Psychologen schließen eine Promotion an ihr Studium an. Dies zeigt, wie attraktiv der akademische Grad ist – sei es, um eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen oder um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Zeiten der Rezession zu verbessern. Doch eine Promotion erfordert viel persönlichen Einsatz und die Entscheidung sollte gut durchdacht sein. In meinem Vortrag möchte ich darauf eingehen, welche Finanzierungsmöglichkeiten für die Promotion bestehen und allgemeine Arbeitsbedingungen schildern. Auch die längerfristigen beruflichen Perspektiven in der Wissenschaft werden thematisiert. Mit einer Checkliste soll eine Entscheidungshilfe angeboten werden, die wichtige Fragen berührt, die sich angehende Promovenden auf der Suche nach einer geeigneten Promotionsmöglichkeit stellen sollten. Nach der Darstellung verschiedener Statistiken und eigenen Überlegungen wird auch Zeit für eine anschließende Diskussion eingeplant.

 

Dr. Gislinde Bovet

Psychologie unterrichten

(Workshop)

Wir bieten einen Workshop an für das Unterrichten von Psychologie in der Erwachsenenbildung sowie an beruflichen und allgemein bildenden Schulen. In einer theoretischen Einführung werden den Studierenden didaktische Prinzipien und erprobte Methoden für den Psychologieunterricht vorgestellt. In einem darauf folgenden praktischen Teil sollen die Studierenden in Gruppen zu einem selbst gewählten psychologischen Thema eine Unterrichtsstunde planen, diese dem Plenum vorstellen und Rückmeldungen darüber erhalten.

 

Döring, Peter

Lohnt sich eine psychoanalytische Ausbildung?

(Workshop)

Nach psychotherapeutischer Berufstätigkeit in drei Kliniken bin ich heute Psychoanalytiker in eigener Praxis, Supervisor und Berater in Unternehmen. Ich werde die Elemente beschreiben, die auf dem Weg dorthin in Studium, psychoanalytischer und gruppenanalytischer Ausbildung hilfreich und nützlich waren. Weiter werde ich einen Einblick geben in die Tätigkeit einer psychoanalytisch-psychotherapeutischen Praxis.

Die Grundzüge einer psychoanalytischen und gruppenanalytischen Ausbildung werden beschrieben einschließlich einer Darstellung des Zeit- und Kostenaufwands. Die Rahmenbedingungen für psychoanalytische Ausbildungen haben sich mit dem Psychotherapeutengesetz gravierend geändert. Waren psychoanalytische Ausbildungsgänge in den 70er bis 90er Jahren sehr gefragt, ist das Interesse seit ca. 2000 zu Gunsten der Verhaltenstherapie- Ausbildung deutlich zurückgegangen, obwohl die Zufriedenheit der psychoanalytischen Ausbildungskandidaten mit der Ausbildung besonders hoch ist und die Ausbildungskosten durch die Einnahmen aus Behandlungen in der Regel komplett ausgeglichen werden.

Mein Interesse ist es, • die Teilnehmerinnen und Teilnehmern für eine psychoanalytische

Ausbildung zu interessieren • Informationen seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

zu bekommen, was aus Ihrer Sicht eine psychoanalytische und gruppenanalytische Ausbildung interessant machen könnte und welche „Hürden bestehen“, an denen die Weiterbildungsinstitute arbeiten könnten, um Kandidaten die Aufnahme einer psychoanalytischen Ausbildung zu erleichtern.

Methode: Einführender Vortrag, anschließend Diskussion und Austausch.

 

Juliane Dürkop

Psychoonkologie im Akutkrankenhaus: Herausforderung für Patienten und die Forschung

(Vortrag)

Die Psychoonkologie ist seit Jahren in den Reha-Kliniken etabliert. In Akutkrankenhäusern findet sie jetzt auch zunehmend ihren Platz. Der Vortrag gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Psychoonkologie und den aktuellen praxisbezogenen Forschungsstand. Es werden die Aufgaben der Psychoonkologie im Akut-Krankenhaus dargestellt: beispielhaft wird anhand des Konzeptes der Psychoonkologie in der Uni-Frauenklinik die Arbeitsweise einer Psycho(onko)login beschrieben. Im Einzelnen wird erläutert, wie die Ermittlung des psychoonkologischen Behandlungsbedarfs mittels Screening-Instrumenten erfolgt und welches die Besonderheiten im psychotherapeutischen Handeln bei akuter Krebserkrankung sind. Die praktische psychologische Arbeit soll anhand von Fallbeispielen illustriert werden. Dabei wird insbesondere auf folgende psychologisch relevante Aspekte eingegangen: Psychoonkologische Interventionen, Krisenintervention, Subjektive Theorien, Krankheitsbewältigung, Kontrollüberzeugung, Abwehr,

 

Martina Fischer

Psychologie trifft Rehabilitation

(Vortrag und Workshop)

Im Vortrag/ Workshop werden die vielfältigen Möglichkeiten für PsychologInnen im Arbeitsfeld der stationären Rehabilitation vorgestellt. Besonders interessant sind die Chancen für Berufsanfänger, die umfangreiche Erfahrungen sammeln können und die klinische Tätigkeit sehr gut mit der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten verbinden können.

Die Reise geht durch die Abteilung für psychosomatische Erkrankungen, Alkohol-undMedikamentenabhängigkeitundPolytoxikomanie.Sowerden von den Arbeitsfeldern folgende psychologisch psychotherapeutische Schwerpunkte fokussiert : die Diagnostik und adaptive Indikationsstellung , motivierende Behandlungsstrategien, Behandlungsplanung und die Arbeit in der Einzel- und Gruppenpsychotherapie, katamnestische Erfolge der Rehabilitation. Besonders interessant sind die vielfältigen Indikationen, die neben dem Gesamtrehabilitationsplan durch spezifische Angebote (Entspannungsverfahren, indikative Gruppen, spezialisierte Bezugsgruppen, Projektwochen u.v.m) unterstützt werden. Die Möglichkeiten der Ressourcenaktivierung sind durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Behandlungsteams von Psychologinnen, Ärztinnen, Ergotherapeutinnen sowie SozialarbeiterInnen und -pädagoginnen gegeben.

 

Dr. Ursula Gasch

Ich wär’ so gerne Kriminalpsychologe! Einblicke in die (reale) Welt kriminalpsychologischer Tätigkeit

(Vortrag)

Das in der Öffentlichkeit kursierende Berufsbild des Kriminalpsychologen ist noch immer vornehmlich medial -verzerrt geprägt. Den Beruf des Kriminalpsychologen kann man nicht an der Uni studieren und es ist auch nicht damit getan, viele Bücher zu lesen, um ihn auszuüben. Der „Reißbrettpsychologe“ ist hier fehl am Platze. Insbesondere setzt der Beruf profunde praktisch klinische und rechtliche Kenntnisse- auch in Spezialgebieten - voraus. Daneben bedarf eine verantwortungsvolle, ernsthafte und erfolgreiche Tätigkeit der unbedingten Bereitschaft, sich interdisziplinär, akademisch und praktisch ständig fortzubilden. Dabei ist der Beruf (glücklicherweise) gar nicht immer so spannend, wie gemunkelt wird! Ziel des Beitrags ist es, gerade zukünftigen jungen Kolleginnen und Kollegen, die sich für diesen Bereich interessieren, aufzuzeigen, was diese Tätigkeit mit sich bringt, aber auch voraussetzt. Daneben gibt es Empfehlungen, wie sich Interessierende inhaltlich weiter informieren können.

 

 

Kai Götzinger

Flexibilität und Kreativität gefragt! - Das weite Feld einer integrierten Beratungsstelle

(Workshop, zusammen mit Simone Ibald undAndrea Port)

Das Arbeitsfeld einer integrierten Beratungsstelle umfasst nahezu die Gesamtheit psychosozialer Problemstellungen, denen Menschen in ihrer Familie, gerade mit ihren Kindern, ihrer Partnerschaft, am Arbeitplatz, allgemein gesagt bei der Bewältigung ihres Alltages begegnen. In der Erziehungsberatung findet eine permanente Auseinandersetzung mit den Lebensumwelten von Kindern und Jugendlichen, die in einem stetigen und zusehends rasanter werdenden Wandel begriffen sind, statt. Mit den Eltern werden Strategien entwickelt, wie sie ihren Kindern ein orientierender Halt sein können. Häufig wird dabei auch die Verstrickung mit der eigenen lebensgeschichtlichen Entwicklung reflektiert. Ebenso begegnet man in seinem beruflichen Alltag einer großen Bandbreite psychischer Konfliktlagen die auf Paarbeziehungen genauso wie das gesamte Familiensystem rückwirken. Im Arbeitsfeld einer integrierten Beratungsstelle ergeben sich besondere Anforderungen an Flexibilität und Kreativität der Beraterinnen und Berater. Gerade dadurch sowie durch die Arbeit im multiprofessionellen Team wird die Tätigkeit dort so spannend und interessant. Der Workshop will die facettenreiche alltägliche Arbeit einer solchen Beratungsstelle vorstellen und gerade auch Berufsanfängern Lust darauf machen, ein Arbeitsfeld kennen zu lernen, in dem an sich in verschiedensten Settings und mit unterschiedlichsten Problemkonstellationen konfrontieren, sich erproben und so beruflich wie persönlich weiterentwickeln kann. Es sei auch darauf verwiesen, dass gerade Berufsanfänger in ihrer fachlichen Entwicklung durch Supervision, Fortbildung und diesbezüglich angemessene Budgets unterstützt werden.

 

Elisabeth Götzinger

Bachelor, Master, Diplom-Psychologen - Ihre

Tätigkeitsmerkmale - Ihre Chancen auf dem

Arbeitsmarkt

(Vortrag)

Die deutsche Übersetzung der Bologna-Erklärung spricht nicht wie im Englischen von der „Relevanz für den Arbeitsmarkt“, sondern davon, dass der Bachelor-Abschluss ein erster berufsqualifizierender Abschluss sein soll. Wie die jeweiligen Bachelor genannt werden sollen und welche Bachelor und Master in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung und Wirtschaft usw. ein gemeinsames Berufsbild mit gleicher Berufsbezeichnung und vergleichbaren Aufgaben bilden konnten oder sollten, bleibt offen. Bisher gibt es nur wenige Informationen über die Berufschancen von B.Sc/B.A.- und M.Sc./M.A.-Absolventen. Der Berufsmarkt der Diplom-PsychologInnen war ziemlich gut erforscht durch die Bundesanstalt für Arbeit (BA)und den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP e. V.) Die Sektion Angestellte und Beamtete Psychologen/innen (SABP) hat ihre Sammlung von Arbeitslatzbeschreibungen um eine für Bachelor in Psychologie ergänzt, die vorgestellt wird. Ein weiteres Thema ist, wer sich Psychologe nennen soll und darf, und warum es so wichtig ist, wie diejenigen ausgebildet sind, die sich Psychologe nennen dürfen.

 

Dr. Rudolf Günther

Gesundes Altern - Anwendungsgebiete der Gerontopsychologie

(Vortrag)

Der Beitrag versucht, für interessierte Studierende einen Überblick über Fachgrundlagen und Arbeitsfelder der Gerontopsychologie zu skizzieren. Mein Bericht stützt sich auf ein mehr als 10jähriges Engagement im zuständigenFachkreisGerontopsychologiederBDP-SektionGesundheits-, Umwelt- und Schriftpsychologie, um Beiträge der Psychologie für dieses gesellschaftswichtige Arbeitsfeld berufspolitisch darzustellen. Im Vortrag wird berichtet über - Arbeitsfelder, in denen die engagierten Mitglieder des Fachkreises persönlich tätig sind (u.a. Palliativbetreuung, Hospitalismus- Prävention, Umweltgestaltung für gesundes Altern), - eine eigene Studie des Fachkreises über den Stellenwert von Hausgarten und Haustieren für gesundes Altern, - Themen einer ABO- Lehrveranstaltung des Referenten zur „Psychischen Situation älter werdender Mitarbeiter im Betrieb“ am PI in Tübingen, - logistische Hilfen, die der Fachkreis für Interessent/innen über die psychologischen Tätigkeitsgebiete in diesem Bereich bereitstellt (u.a. umfangreiche Internetinformationen, dort auch aktuelle Mitteilungen - Faltblatt zur Gerontopsychologie und ganz frisch zu praktischen Ratschlägen für gesundes Altern - Kontaktnetzadressen - Hinweise auf Tagungen und Kongresse), - Brennpunkte der Facherschließung, u.a. erforderliche Bereitstellung von Fortbildungsangeboten.

Verschiedene Materialien liegen als Take-Away für die Teilnehmer an der Veranstaltung bereit.

 

Dr. Susanne Guski-Leinwand

Ethik und Protest – zur Aktualität des ethischen

Engagements von Kolleginnen und Kollegen der

angewandten/praktischen Psychologie im 20.

Jahrhundert

(Vortrag)

Bereits in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts setzten sich Vertreterinnen und Vertreter der angewandten Psychologie (Psychotechnik) für die Seriosität und den verantwortlichen Umgang mit Methoden der Psychologie in ihren Anwendungsfeldern ein und machten auch vor Protesten aus den eigenen Reihen bzw. öffentlichen Diskussionen nicht halt. Dies setzte sich in den politisch sehr unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlicher Intensität fort. Es werden Dokumente und Quellen präsentiert, welche einen Einblick in die verschiedenen Anlässe und Argumente geben und heute noch Vorbildcharakter haben.

 

Susanne Maria Hilgert

Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in

Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) – ein Psychologisches

Berufsfeld zur Förderung von Gesundheit

(Vortrag)

Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) ist ein eingetragener Verein mit derzeit 86 Mitgliedern aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Wirtschaft. Als Nichtregierungsorganisation ist die LZG gemeinnützig, politisch und konfessionell unabhängig und verfolgt in ihrer Arbeit einen ganzheitlichen und lebensbegleitenden Ansatz. Dieses Konzept bezieht den Menschen mit seinen körperlichen und psychischen Ressourcen und sein soziales Umfeld ein und begleitet ihn von der Geburt über Schule, Familie, Beruf, bis ins Alter. Gesundheitsförderung in diesem Sinne bedeutet Förderung der Lebenskompetenz und Unterstützung eines eigenverantwortlichen Gesundheitshandelns der Bevölkerung. Ebenfalls erfordert sie einen auf Dauer angelegten Kommunikationsprozess, um Gesundheit in den Alltag zu integrieren. Unter Berücksichtigung dieses umfassenden Ansatzes entwickelt die LZG Konzepte zur Gesundheitsförderung und Prävention und setzt sie in den einzelnen Sachgebieten um, bei Bedarf auch sachgebietsübergreifend. Darüber hinaus greift sie aktuelle Themen auf, die ein rasches Handeln erfordern. Als Impulsgeberin und Moderatorin erfüllt die LZG ihre innovative Funktion und trägt zur Weiterentwicklung und Qualitätssicherung von Gesundheitsförderung bei. Die Referentin schildert ihre Arbeit als Referatsleitung der LZG im Kontext der eigenen Biografie als ein psychologisches Berufsfeld zur Förderung von Gesundheit.

 

Dr. Günter Koch

Psychotherapeutische Ausbildung - Stand und Perspektiven

(Vortrag)

Die Aufnahme einer psychotherapeutischen Ausbildung gehört immer noch zu den bevorzugten Zielen von Psychologie-Studierenden. Heutzutage bedeutet sie einen enormen Aufwand an Zeit, Energie und Geld. Es wird dargestellt, welche Bestandteile staatlich anerkannte psychotherapeutische Ausbildungen haben, wie diese im Einzelnen realisiert werden, welche eigenen Gestaltungsmöglichkeiten die TeilnehmerInnen haben und ab wann sie mit Einnahmen aus eigener Behandlungstätigkeit rechnen können. Auch unterschiedliche Modelle einzelner Institute werden vorgestellt.

Die Probleme, denen sich die PsychotherapeutInnen in Ausbildung gegenübersehen, haben den Gesetzgeber bewogen, über eine Änderung des Psychotherapeuten-Gesetzes nachzudenken. Das im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellte wissenschaftliche Gutachten, hat die Ausbildungssituation der PsychotherapeutInnen analysiert, aber kein konkretes Alternativmodell erbracht. Verschiedene von den Kammern und Verbänden diskutierte Ausbildungsmodelle werden kurz skizziert und Gelegenheit zur Diskussion gegeben.

 

Günter Koch und Prof. Dr. Siegfried Preiser

Psychologische Hochschule Berlin: Wissenschaftliche

Weiterbildung für die Praxis (Günter Koch und Siegfried Preiser) (Vortrag)

Der BDP hat in Berlin das „Haus der Psychologie“ als zukünftigen Sitz einer privaten Hochschule eingerichtet. Die Hochschule bietet Absolventen der Psychologie eine wissenschaftliche Weiterbildung für die Berufspraxis mit dem Abschluss eines Weiterbildungs- Masters. Die ersten beiden Studiengänge starten im Herbst 2010 mit der Weiterbildung in Psychologischer Psychotherapie in den Schwerpunkten Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Parallel zum Weiterbildungs-Masterstudium wird die Approbation als psychologischer Psychotherapeut erworben. Weitere Weiterbildungs-Studiengänge folgen ab Frühjahr 2011. Die Studiengänge werden in enger Kooperation mit Personen und Institutionen entwickelt, die in den jeweiligen Berufsfeldern tätig sind. Lehre und Forschungsergebnisse sollen den Anwendungsfeldern der Psychologie und den dort tätigen Psychologinnen und Psychologen zugute kommen. Die Psychologische Hochschule Berlin ermöglicht ihren Studierenden eine praxisorientierte Vertiefung ihrer Kompetenzen in den Anwendungsfeldern der Psychologie. Ermöglicht wird dies vor allem durch eine intensive Zusammenarbeit mit Institutionen und Firmen aus den jeweiligen Praxisfeldern. In der Lehre ergänzt berufspraktisch tätiges Personal die festangestellten Hochschullehrer und Dozenten. Die anwendungsorientierten Anteile des Studiums sind in unseren praxisvertiefenden Weiterbildungsstudiengängen gegenüber den Grundlagen stärker gewichtet als bei Studiengängen, die sich vorzugsweise auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses richten.

 

Sigrun Koch

Coaching und Supervision: Beratungsformen der Zukunft

(Vortrag)

Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen, die Coaching und Supervision anbieten, verfügen Diplom- und Master-PsychologInnen über ein profundes psychologisches Fachwissen, das sie bereits nach dem Studium befähigt, Beratungen durchzuführen. Zusätzlich beherrschen sie Methodenkompetenzen, die im Studium intensiv geschult wurden: systematische Reflexion und kritische Analyse struktureller, interpersoneller und individueller Bedingungen.

Mit diesen Fachkompetenzen berücksichtigen sie in Beratungen in besonderem Maße die Komplexität und wechselseitige Beeinflussung verschiedener Faktoren. Zusammen mit dem Klienten erarbeiten sie Handlungsalternativen und Lösungsansätze, die an die Erfordernisse des Berufsalltags angepasst sind und den individuellen Möglichkeiten entsprechen. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird gezeigt, wie in Supervision und Coaching Problemen ziel- und lösungsorientiert begegnet werden kann.

Das können sein: • Beziehungsprobleme zwischen Führungskräften, die hinter

inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten verborgen sind, • intrapsychische Konflikte von Unternehmern, die sich nicht

entscheiden können, • Spannungen im Team, die sich aus gruppendynamischen Prozessen

ergeben, • innere Kündigungen aufgrund von Diskrepanzen zwischen

struktureller und personaler Macht, • Konflikte zwischen Führungskraft und MitarbeiterInnen aufgrund

bedeutsamer Persönlichkeitsunterschiede. Im Vortrag werden neben Weiterbildungsmöglichkeiten auch Tätigkeitsfelder aufgezeigt, in denen Coaching und Supervision durchgeführt wird, und die im jeweiligen Bereich üblichen Honorarsätze.

 

Michael Koenen

„Wie verrückt muss man sein, um heutzutage noch

Psychoanalytiker zu werden?“ (zusammen mit Esther Horn, Rupert Martin, Leopold Morbitzner) (Vortrag und Workshop)

Ist es „verrückt“, vor dem Hintergrund des Paradigmas einer sich naturwissenschaftlich verstehenden akademischen Psychologie, sowie zunehmender „Evidenzbasierung“ und „Manualisierung“ von Psychotherapie, noch Psychoanalytiker zu werden?

Zwei Diplom-Psychologen, Psychologische Psychotherapeuten und Psychoanalytiker, Michael Koenen und Rupert Martin, beide niedergelassen in Köln, stellen die psychoanalytische Ausbildung bei der „Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung“ (DPV), Zweig der „Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung“ (IPV) vor: Die Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung, ihre Struktur und ihr Verlauf, ihr Abschluss und die Perspektiven für die Zeit „danach“. Dabei können sich die Referenten auch auf die Ergebnisse der von IPV initiierten wissenschaftlichen Studie „Developing Psychoanalytic Practice and Training“ (DPPT) stützen. Die Studie hat beforscht, aus welchen Gründen jemand Psychotherapeut wird und wie er/sie sich für seine/ihre psychotherapeutische Schule entscheidet.

Esther Horn, Diplom-Psychologin am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart und Leopold Morbitzer, Diplom-Psychologe in einer Psychologischen Beratungsstelle in Tübingen, beide Ausbildungskandidaten der DPV, komplettieren die Darstellung, indem sie ihren Zugang zur Ausbildung schildern und einen lebendigen Einblick in ihren Ausbildungsalltag geben. Der von den vier Referenten gemeinsam gestaltete 90-minütige Vortragsteil leitet über in einen 45-minütigen Workshop, bei dem die Frage geklärt werden kann, „wie verrückt“ man sein muss, um heutzutage noch Psychoanalytiker zu werden.

 

Prof. Dr. Sabine Kowal

Psychologie unterrichten

(Workshop)

Frau Dr. Bovet und ich bieten einen Workshop für das Unterrichten von Psychologie in der Erwachsenenbildung sowie an beruflichen und allgemeinbildenden Schulen an. In einer theoretischen Einführung werden wir den Studierenden didaktische Prinzipien und erprobte Methoden für den Unterricht in Psychologie vorstellen. Im darauf folgenden praktischen Teil werden die Studierenden in Gruppen zu einem selbst gewählten psychologischen Thema eine Unterrichtsstunde planen, diese dem Plenum vorstellen und Rückmeldungen darüber erhalten.

 

Bernhard Kretschmar und Jürgen Golombek

Praxisnotwendigkeiten einer methodenintegrativen Psychotherapie und Psychotherapieausbildung

(Vortrag)

Die Veranstaltung führt praxisnah und anschaulich in die Alltagsrealität psychotherapeutischer Berufstätigkeit beider Referenten im breiten Anwendungsfeld von ambulanter Niederlassung in freier Praxis bis hin zu stationär psychotherapeutischer Tätigkeit in psychosomatischer Fachklinik ein. Ein besonderes Anliegen stellt dabei der Bezug zu den Notwendigkeiten einer methodenintegrativen und indikationsspezifischen Ausbildung von angehenden Psychologischen Psychotherapeuten dar.

Eine entsprechende Ausbildungskonzeption, wie sie am Institut für Psychotherapie Potsdam angeboten wird, wird im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt und auf dem Hintergrund des aktuellen Forschungsgutachtens der Bundesregierung und einer bevorstehenden Reform der Psychotherapieausbildung bewertet. Anschließend soll es– auch im Rahmen der geplanten„Job Lounge“- Raum für Diskussion und interessierte Nachfragen geben.

 

Sebastian Krutzenbichler

„Ein Leopard verliert seine Flecken nicht

– Teilstationäre Psychotherapie schwerer

Persönlichkeitsstörungen“

(Vortrag)

Der Beitrag vermittelt einen praxisorientierten Eindruck in das Berufsbild eines Klinischen Psychologen im Tätigkeitsfeld Psychotherapie im Krankenhaus. An verschiedenen Beispielen des Krankheitsbildes „Schwere Persönlichkeitsstörungen“, konkretisiert durch Fallvignetten, wird sowohl auf die zentrale Bedeutung eines angemessenen Behandlungsrahmens wie auf eine notwendige innere Haltung des Klinischen Psychologen in seiner Arbeit mit schweren Persönlichkeitsstörungen fokussiert; denn der Umgang mit diesen Menschen fordert den Klinischen Psychologen auf andere Art als Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen, Psychoneurosen oder Psychosen. In der Behandlung von Menschen mit schweren Persönlichkeitsstörungen, speziell mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen, kann der Klinische Psychologe nicht voraussetzen in seiner eigenen Person ausreichend berücksichtigt zu werden. Darüber hinaus soll verdeutlicht werden, dass Behandlungsabbrüche in diesem Zusammenhang nur selten als Misserfolge zu bewerten, sondern als notwendiger Überlebensmechanismus anzuerkennen sind.

 

Sigrid Kusserow und Uschi Stein

Psychotherapeutisches Handeln erleben

(Vortrag)

Was macht eigentlich ein Verhaltenstherapeut? Sitzt der wirklich mit seinem Manual vor dem Patienten und strukturiert ihn zäh und trocken kognitiv um? Füllt der Patient als Hausaufgabe unermüdlich Listen aus, die dann gemeinsam betrachtet werden? Ist das alles? Ist Verhaltenstherapie wirklich so langweilig? Als Vertreterinnen der AVT Köln, eines Ausbildungsinstituts für Verhaltenstherapie, wissen wir, dass Verhaltenstherapie unheimlich spannend sein kann und viel Raum für sehr kreatives Arbeiten und sensibles Eingehen auf den Patienten und dessen Bedürfnisse bietet. Zwar können wir Ihnen keine Live-Demonstration kreativer Verhaltenstherapie bieten, aber wir möchten Ihnen einige Ausbildungsfälle vorstellen. Womit kommt ein Patient zu uns? Welche Informationen von ihm nutzen wir? Und wie wird daraus eine Therapie? Wer möchte, kann sich von den vorgestellten Therapiefällen die Verlaufsprotokolle mitnehmen, um sich einen Eindruck von psychotherapeutischem Arbeiten zu verschaffen. Zusätzlich gibt es noch ein paar kleine Übungen, die Ihnen am eigenen Leibe die Wirkung verhaltenstherapeutischen Handelns demonstrieren sollen. Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen zur Ausbildung bei der AVT in Köln und ihren Besonderheiten. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch in der Job-Lounge zur Verfügung. Besuchen Sie bitte auch unseren Informationsstand. Wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen!

 

Fredi Lang

Was ich schon immer mal fragen wollte: ein Workshop zu Fragen rund um Berufseinstieg und Arbeitsfelder

(Vortrag und Workshop)

Der Beruf der Psychologin entwickelt sich kontinuierlich weiter, neue Tätigkeiten in klassischen Arbeitsfeldern kommen hinzu und auf der Grundlage entstehender gesellschaftlicher Bedarfe entwickeln sich weitere Arbeitsfelder. Im Zuge der Umsetzung der Umstellung auf gestufte Studiengänge differenziert sich das Arbeitsfeld der Absolventen zudem noch weiter. Vorträge und Berufsinformation schriftlicher Art sind mittlerweile in ausreichendem Umfang im Studium vorhanden. Vortragserfahrungen zeigen allerdings, dass unabhängig von der Menge an dargebotenen Informationen immer eine Fülle von Fragen bezogen auf einzelne Arbeitsfelder, Arbeitsmöglichkeiten und weiteres Studium in Europa, gesetzliche Bestimmungen, Erwartungen der Arbeitgeber etc. im Raum stehen. Im angebotenen Workshop wird daher nach einem sehr kurzen Input zu Trends und Megatrends in der Psychologie auf alle Fragen der Teilnehmer intensiv eingegangen.

 

Fredi Lang

Wege der Entscheidungsfindung bei ethischen Fragen

in Theorie und Praxis:

Impulsstatement und Workshop zu konkreten Fällen mit Fortbildungsbescheinigung

Ethische und berufsrechtliche Fragen haben im Studium nicht viel Platz. Die den ethischen Richtlinien zu Grunde liegenden Werte Vertraulichkeit, Respekt vor der Person, Achtung der Würde, Schutz der Daten sind Psychologen zwar in ihrer allgemeinen Form bewusst, die konkreten Regelungen oder Handlungsorientierungen sind jedoch kaum bekannt. Im Impulsstatement werden zentrale Prinzipien der ethischen Richtlinien kurz vorgestellt. Anschließend werden im Workshop Fälle aus der Praxis und Fragen dazu eingehend diskutiert. Fragen und Fallbeispiele von den Teilnehmern sind sehr willkommen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung gibt es eine Bescheinigung.

 

Felix Langness

Berufsbild Unternehmensberater

(Vortrag)

Unternehmensberater - Vielflieger mit Blackberry und staubtrockene Analytiker? Der Vortrag vermittelt einen kurzen Einblick in die Praxis als Berater und stellt dabei wichtige Fragen für Berufseinsteiger:

Was tun Consultants? Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten werden gefordert? WaserwartetmichimBeruf?IstBeratungdasRichtigefürmich?DerReferent ist selbst Dipl.-Psychologe und arbeitet seit 5 Jahren in der Beratung. Ein Einblick aus der Praxis für die Praxis als Berufseinsteiger.

 

Birgitt Lorenz

Werbung maßgeschneidert für Klein und Groß

(Vortrag)

Im Vortrag werden zwei Beispiele vorgestellt: 1.) Werbung für Kinder – qualitative Erkenntnisse zur kindlichen Werberezeption 2.) Was Kunden wirklich wollen – die wahren Kaufmotive im Gehirn

 

Dr. Almuth McDowall

Work-life Balance – verstehen Psychologen das Thema?

(Vortrag)

Work-life Balance geht uns alle an. – Arbeit ist gut für uns, aber wir brauchen auch Zeit für andere Sachen im Leben. Kein Wunder also , das Forschung in diesem Bereich boomt. Aber werden zeitgemässe psychologische Ansätze der Thematik eigentlich gerecht? Das werden wir in diesem Vortrag kritisch beleuchten, indem wir dominante Konzepte wie Work-life conflict, Spill Over, Enrichment und Faciliation unter die Lupe nehmen.

 

Prof. Dr. Jobst Meyer

Verhaltensgenetik – Etwas für Psychologen?

(Vortrag)

Die Genetik spielt eine immer größere Rolle bei der Erforschung und Interpretation komplexer Phänotypen. Zu diesen gehören durchaus auch Eigenschaften wie Persönlichkeit, Intelligenz und eine Disposition zu Psychiatrischen Erkrankungen. Zwillingsstudien erhellen den Anteil der genetischen Varianz. Gen-Umwelt-Interaktionen können auch ein spannendes Forschungsfeld für biologisch interessierte Psychologen darstellen. Der Vortrag soll den gegenwärtigen Stand der Forschung erläutern und mögliche Arbeitsfelder aufzeigen, dabei soll auf Errungenschaften des Humangenomprojekts sowie auf genetische Forschungsarbeiten, bei denen Psychologen eine wichtige Rolle gespielt haben, besonders eingegangen werden.

 

Saskia Naescher

Die Arbeit in einem psychologischen Informationszentrum und Datenarchiv (ZPID)

(Vortrag)

Der Vortrag soll einen Einblick in die Arbeitsfelder einer, als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der psychologischen Information und Dokumentation tätigen, Psychologin ermöglichen und Studierenden der Psychologie die Gelegenheit geben das Berufsfeld Informations-, Verlags- und Bibliothekswesen für sich zu erschließen. Am Beispiel der Tätigkeit im Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) wird auf die Dokumentation von psychologischer Literatur und Testverfahren eingegangen. Beispielhaft werden die Auswahl und die Erfassung eines Zeitschriftenartikels sowie die Erstellung einer Testbeschreibung erläutert. So wird dargestellt, wie bei der Erfassung von Zeitschriftenartikeln die Kurzbeschreibung in Form eines Abstracts, die Indexierung nach fachspezifischen Termini, die Klassifizierung nach Themenbereichen und die weiteren Felder des Dokuments erstellt werden und wie diese Erfassung dem Kunden im Anschluss eine zielgerichtete Suche ermöglicht. In diesem Zusammenhang wird zudem ein kurzer Exkurs über die feldspezifische Suche mit PSYNDEX gegeben. Auch andere Aspekte der täglichen Arbeit, wie die Präsentation des Leibniz- Zentrums auf Kongressen und die Beratung von Kunden, werden erörtert. Abschließend steht die Referentin für Fragen in Hinblick auf ihre Tätigkeit zur Verfügung.

 

Inge Neiser

Alltag in einer psychotherapeutischen Praxis

(Vortrag)

Der Vortrag wird den beruflichen Alltag in einer psychotherapeutischen Praxis vorstellen. Hierzu gehören Informationen über die Organisation von Praxisabläufen, den hierfür notwendigen Personaleinsatz, Umgang mit Wartezeiten, Notfällen, Therapieplanungen, Abrechnungsmodalitä- ten, Antragsformalitäten und Erstellung von Gutachten bei Therapiever- längerung.

Möglichkeiten + Praxis in der Zusammenarbeit mit mitbehandelnden Haus -und Fachärzten, Institutionen (z.B. Einrichtungen in der Rehabili- tation, psychiatrischen Kliniken + Ambulanzen, Rentenversicherungsträ- gern, Ämtern usw.) werden beschrieben.

Der Ablauf eines „normalen“ Arbeitstages gibt Einblicke in unterschied- liche Erkrankungen von Patienten, therapeutische Interventionen und beschreibt die Anforderungen im administrativen Bereich des Praxi- salltags.

Statistische Erhebungen geben Informationen über Alter, Geschlecht, Krankheitsbilder, Therapiedauer, Verdienstmöglichkeiten und Praxiskos- ten.

 

Claudia Ocaña

Körperfokussierte Therapie mit Elementen aus dem Flamenco

(Workshop)

 

Stefan Pätz

Lösungsorientierte Gesprächsführung

(Workshop)

FürdenberuflichenErfolginderpsychologischenBerufspraxisistnebendem fachlichen Know-How die Fähigkeit zur professionellen Gesprächsführung eine notwendige Schlüsselkompetenz. Die Universität bietet häufig nicht den Rahmen, um derartige Kompetenzen gezielt zu erwerben und praktisch zu erproben. In diesem Workshop haben Sie die Gelegenheit, die wichtigsten Techniken der Lösungsorientierten Gesprächsführung kennen zu lernen und diese unter fachkundiger Anleitung einzuüben. Die lösungsorientierte Gesprächsführung hat ihren Ursprung in der Systemischen Therapie und bedient sich der zugrunde liegenden Erkenntnisse dieser Schule. Der Ansatz selbst konzentriert sich auf die vorhandenen Stärken und Ressourcen des Klienten und zielt darauf ab, diese insbesondere in schwierigen Situationen zu aktivieren und nutzbar zu machen. Die bewusste Betonung und Hervorhebung der Potentiale und Ressourcen des Klienten macht den lösungsorientierten Ansatz zu einem wertvollen und hilfreichen Werkzeug für Therapie-, Beratungs- und Coaching-Situationen. In diesem Workshop werden Ihnen auf anschauliche Weise die Grundzüge des lösungsorientierten Ansatzes vermittelt. Sie erlernen erste Gesprächstechniken und lösungsorientierte Interventionen. Da uns ein Transfer in die Praxis sehr wichtig ist, haben Sie die Möglichkeit, die Workshopinhalte gezielt in Rollenspielen und Kleingruppenübungen anzuwenden und zu erproben.

 

Dr. Hamid Peseschkian

Psychotherapeut-Werden: eine Einführung in die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin und Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeutin - nicht nur aus tiefenpsychologisch-humanistischer Sicht

(Vortrag)

Ganz Deutschland steht im Schatten eines Verfahrens. Ganz Deutschland? Nein. Einige staatlich anerkannte Institute bieten eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapieausbildung, und einige vereinzelte eine psychodynamische mit humanistischem Schwerpunkt an. Ein solches Institut stellt sich und die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten hier vor. Es gibt leider noch immer ein großes Informationsdefizit, was die Psychotherapeutenausbildung angeht, und basierend auf der Erfahrung mit über 300 Ausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern werden auch die Feinheiten und Besonderheiten vorgestellt werden. Zunächst geht es um praktische Fragen, wie Aufbau der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, den Aufnahmebedingungen, der Finanzierung der Ausbildung, des Psychiatriepraktikums, des Staatsexamens und den Besonderheiten der einzelnen Bundesländer. Aber auch inhaltliche Punkte zum „Psychotherapeut-Werden“ werden dargestellt und ermöglichen jedem Teilnehmer, sich über das eigene Berufsbild Gedanken zu machen.

Anschließend kurze Vorstellung der Ausbildung an der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie (WIAP) – mit über 15 Ausbildungsgruppen eines der größten staatlich anerkannten Ausbildungsstätten für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Deutschland.

Der Schwerpunkt ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, basierend auf einem positiven Menschenbild und einem ganzheitlichen und interkulturellen Ansatz. Es wird genug Zeit für alle Fragen sein, auch, was die Zukunftsmöglichkeiten und Arbeitsfelder als Psychotherapeut angeht.

 

Dr. Marlies Pinnow - neu

More psychology is needed: Übergewicht eine psychologische und psychotherapeutische Herausforderung der Zukunft?
(Vortrag)

Angesichts der düsteren Aussicht, dass der Anteil übergewichtiger und adipöser Menschen und der damit verbundenen Gesundheitsprobleme und -- kosten ständig steigen, ist es erstaunlich, dass die psychologischen Forschung die komplexe Steuerung des Motivsystems Hunger bisher eher vernachlässigt. Psychologen sind ethisch und gesellschaftlich angesichts der drohenden Entwicklung gefordert, sich an der Entwicklung effizienter Präventionsmaßnahmen und Therapien zu beteiligen. Dazu sind u.a. grundlegende Erkenntnisse der biologischen, Motivations-, Kognitions- und Entwicklungspsychologie unabdingbar.
Der Vortrag wird exemplarisch die Bedeutung von kognitiven Funktionen für die Gewichtsnormalisierung im Rahmen einer Selbstmanagementtherapie bei Kindern und Jugendlichen herausgreifen, um die Chancen eines evidenzbasierten therapeutischen Vorgehens jenseits der Waage zu demonstrieren.

 

Marie-Luise Pott

Paar- und Sexualberatung bei Pro Familia

(Vortrag)

Der Vortrag „Paar- und Sexualberatung bei pro familia“ setzt sich mit folgenden Fragestellungen schwerpunktmäßig auseinander: Was sind die besonderen Aspekte des Arbeitsplatzes „Beratungsstelle? Welche Implikationen hat es für die psychologische Arbeit, dass - im Unterschied zum Zugang im medizinischen und psychotherapeutischen Bereich - die meisten KlientInnen einer Beratungsstelle ihr Problem/Leiden nicht oder nicht vorrangig entlang der Leitdifferenz „gesundkrank“ konzeptualisieren? Mit welchen Problemen und Erwartungen wenden sich die KlientInnen an die Beratungsstelle der pro familia zur Paar- und Sexualberatung? Wie sieht psychologische Paar- und Sexualberatung im Rahmen einer Beratungsstelle aus?

 

Marcus Rautenberg

Berufliche Tätigkeit als Psychologische(r) Psychotherapeut(in) - Perspektiven

(Workshop)

Der Workshop soll in Form einer offenen Diskussionsrunde über die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin bzw. zum Psychologischen Psychotherapeuten informieren und insbesondere Fragen zu den beruflichen Perspektiven klären. Mögliche Fragen könnten dabei sein: Wie ist die Ausbildung gegliedert? Welche beruflichen Perspektiven bieten sich mir? Welche Berufsfelder existieren (Klinik, Praxis, Anstellung, Jobsharing etc.)? Nach der Veranstaltung können sich Interessierte noch in der Job-Lounge an mich wenden.

 

Wolfgang Reule

Faszination Psychologie

(Vortrag und Workshop)

Angewandte und praktische Psychologie ist eine der faszinierendsten Tätigkeiten überhaupt und bietet deren Praktikern die Möglichkeit zu persönlicher Entfaltung und lebenslangem Lernen. Durch die aktuellen Erkenntnisse von Hirn- und Genforschung sowie Verhaltensmedizin ergibt sich eine nie da gewesene und wissenschaftlich fundierte Grundlage für seelische Intervention in allen Bereichen menschlichen Lebens und Arbeitens. Im Vortrag wird die Relevanz aktueller Forschung für die Praxis sowie deren Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Psychotherapie und Seelenheilkunde, Beratung und Supervision sowie wirtschaftlichen Tätigkeitsfeldern dargestellt, im Workshop bietet sich die Möglichkeit der praktischen Erfahrungen für die Teilnehmer durch angeleitete Übungen.

 

Wolfgang Reule

Das Leben hängt vom Trauma ab. Workshop

Traumatische Erfahrungen in der Biographie steuern das Verhalten des Menschen in jeder Hinsicht zentral. Die Fokussierung der Psychotherapie auf diese Grunderfahrungen sowie ein spezieller Seelenzugang bietet den Klienten die Möglichkeit des Erlebens und Erfahrens der Auswirkungen und ihre Veränderung. Insbesondere in Beziehungen können sich Traumata stark dysfunktional auswirken, aus Sehnsucht und Liebe wird bei Aktivierung oft Verstrickung und Vermeidung, Schuldzuweisungen, Gleichgültigkeit, gar Haß und Destruktion. Die Praxis zeigt, dass Betroffene oft den Zugang zu ihren traumatischen Erfahrungen nicht herstellen können, sondern in Unkenntnis die Vergangenheit in der Gegenwart wiederholen. Im Workshop wird ein umfassendes Behandlungsmodell vorgestellt und anhand einzelner Übungen der Teilnehmer vertieft, welches über die Sprache hinaus die Möglichkeit bietet, auch frühkindlichen Traumata begegnen und diese lösen zu können. Zahlreiche Praxisbeispiele illustrieren die enorme Bedeutung des Themas.

 

Prof. Dr. Walter Schneider

Ist „Verkehrspsychologe“ ein Beruf?

(Vortrag) Die besondere Lage der Verkehrspsychologie ist durch deren Nutzung durch den Staat auf gesetzlicher Grundlage (Straßenverkehrsgesetz, Fahrerlaubnis-Verordnung)und durch Akkreditierung der Dienstleistung

Fahreignungsprognose stark reguliert. Die Sektion Verkehrspsychologie ist in die Lage versetzt, die Zertifizierung der verkehrspsychologischen Berater (FeV § 71) auf Grund einer Ermächtigung auszusprechen. Die gesetzlichen Grundlagen der öffentlichen Nutzung der verkehrspsychologischen Dienstleistungen werden im Hinblick auf den Zugang von jungen Fachkollegen pointiert vorgestellt. Dies gilt auch für den Bedarf an therapeutischer Intervention bei Personen nach Entziehung der Fahrerlaubnis, die eine Wiederherstellung der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen anstreben. Die Dienstleistung der Erstberatung wird vorgestellt.

 

Karin Schneider-Wolber

Forensische Sachverständigentätigkeit

(Vortrag)

Die Veranstaltung soll Perspektiven für eine berufliche Tätigkeit in einem sehr interessanten und vielseitigen Gebiet der Psychologie aufzeigen und veranschaulichen. Nach einem Abriss des Berufsfeldes der Rechtspsychologie wird der Schwerpunkt des Vortrags auf die Tätigkeit als freiberufliche Sachverständige im Zivilrecht (Familien- und Vormundschaftsrecht) – derzeit ein ‚Mangelberuf’ - gelegt.

Nach der Darstellung der Vielfalt der Fragestellungen werden die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für eine gutachterliche Tätigkeit im Auftrag von Gerichten angesprochen sowie insbesondere das Vorgehen und die Kriterien für eine fachgerechte gutachterliche Sachverständigentätigkeit erläutert. So wird z.B. die früher weitgehend auf eine reine Statusdiagnostik beschränkte Tätigkeit mittlerweile durch die Möglichkeit bzw. gesetzliche ausdrücklich vorgesehene Forderung nach Vermittlung durch eine interventionsorientierten Diagnostik mit mediativen Elementen erweitert.

Diskussion und Fragen sind ausdrücklich erwünscht und mit ausreichend zeitlichem Rahmen eingeplant.

 

Dr. André Schulz

Perspektiven einer akademischen Laufbahn für Psychologen

(Vortrag)

Für Psychologie-Studierende in der beruflichen Orientierungsphase mag sich die Frage stellen, ob die Arbeit in Forschung und Lehre eine dauerhafte Perspektive bietet und welche Weiterbildungs-, Beschäftigungs-, sowie Fördermöglichkeiten existieren. Dieser Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde soll die Möglichkeiten erörtern, unter welchen Umständen eine Promotion zu empfehlen ist, welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen und mit welchen Zielen eine Promotion begonnen werden sollte. Dabei werden auch unterschiedliche Zeitmodelle angesprochen, z.B. welche Chancen und Gefahren Teil- und Vollzeitmodelle beinhalten. Weiterhin werden spätere Beschäftigungsmöglichkeiten in einer akademischen Laufbahn, Jobaussichten und Quereinsteiger-Optionen besprochen. Schließlich werden unterschiedliche Wegevorgestellt, Fördermittel zu beschaffen. Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber soll den Studierenden Möglichkeiten präsentieren, den möglichen Verlauf einer wissenschaftlichen Karriere und mögliche Vorbereitungen abzuschätzen.

 

Christian Schulze

Arbeitsmöglichkeiten für Psychologinnen und Psychologen in Volkshochschulen

(Vortrag)

Volkshochschulen sind in Deutschland flächenweit vertreten und stellen mit ca. 1000 einzelnen Einrichtungen eine wesentliche Säule der Erwachsenenbildung dar. In ihren Programmen werden vielfältige Veranstaltungen zu unterschiedlichen psychologischen Themen und Inhalten angeboten. Damit bieten sich eine Reihe von Arbeitsfeldern und Arbeitsmöglichkeiten auch für Psychologinnen und Psychologen. Es wird ein Überblick über die Institution Volkshochschule gegeben und die Themenvielfalt anhand einer Reihe von Beispielen strukturiert vorgestellt. Schließlich werden die Qualifikationsanforderungen der Kursleitenden erläutert sowie die Arbeitsmöglichkeiten für Psychologinnen und Psychologen an Volkshochschulen erörtert. Es soll ausreichend Zeit für Nachfragen eingeräumt werden.

 

Dr. Sabine Schumacher-Bittner und Alexandra

Schmoranzer

Psychotherapeutische und neuropsychologische

Versorgung im Allgemeinkrankenhaus: Der

Psychologische Fachdienst im Brüderkrankenhaus Trier

(Vortrag)

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung in der Versorgungsregion Trier mit 15 medizinischen Fachabteilungen und verschiedenen spezialisierten Zentren. Im Psychologischen Fachdienst des Brüderkrankenhauses arbeiten 5 Diplom-Psychologinnen mit unterschiedlichen Schwerpunkt- qualifikationen im Konsil-/Liaisondienst. Ziel der verschiedenen psychologischen Angebote ist die frühzeitige Feststellung psychischer und neuropsychologischer Erkrankungen sowie die gezielte Förderung und fachliche Begleitung individueller Genesungsprozesse.

Das Leistungsspektrum des Psychologischen Fachdienstes umfasst u.a.: • Psychologische Unterstützung bei schweren körperlichen Erkrankungen sowie Unfallverletzungen (Beratung / Psychotherapie / Psychotraumatherapie / Krisenintervention /

Entspannungsverfahren), • Neuropsychologische Diagnostik und Behandlung bei Schädigung

oder Erkrankungen des Gehirns, • Begleitung und Beratung von Angehörigen.

Der Psychologische Fachdienst im Brüderkrankenhaus ist als Weiterbildungsstätte für 600 Stunden der praktischen Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (Universität Trier) anerkannt, ebenso als zertifizierte Weiter- bildungsstätte für Neuropsychologie (GNP und LPK RLP). Im Rahmen des Vortrags werden die Tätigkeitsfelder und die Arbeit des Psychologischen Fachdienstes vorgestellt, ebenso die postgraduierte berufsbegleitende Weiterbildung in klinischer Neuropsychologie.

 

Cornelia E. Schwarze

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung: Prä-, peri- und postnatale Risikofaktoren

(Vortrag)

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist mit ihrer Auftretens- häufigkeit von 1-2% in der Allgemeinbevölkerung die häufigste Persönlichkeitsstörung. Die ätiologischen Faktoren dieses Störungsbildes sind bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt. Man geht von einer multifaktoriellen Genese aus, in der genetische Einflüsse, neurobiologische Faktoren, Umweltfaktoren und psychosoziale Komponenten auf komplexe Weise miteinander interagieren. Traumatische Erfahrungen in der Kindheit spielen in der Pathogenese der Borderline-Persönlichkeitsstörung eine bedeutsame Rolle. Ein hoher Prozentsatz aller Borderline-Patient/innen erlebte sexuellen Missbrauch, massive körperliche Gewalt oder Vernachlässigung in der Kindheit. Aber nicht nur Kindheitstraumata - sondern bereits vorgeburtliche Einflüsse - können das Auftretensrisiko für psychische Störungen erhöhen. So beeinträchtigen ungünstige Bedingungen während der Schwangerschaft, wie z.B. mütterlicher Stress, Tabakkonsum, synthetische Glucocorticoide oder medizinische Komplikationen die intrauterine Entwicklung des Fötus und führen häufig zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko im späteren Leben. Man spricht in diesem Zusammenhang von „Pränataler Programmierung“. Der Untersuchung pränataler Risikofaktoren bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung wurde bisher noch in keiner Studie systematisch nachgegangen. In diesem Vortrag werden nun erstmals die aktuellsten Forschungsergebnisse zu prä-, peri- und postnatalen Risikofaktoren bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung vorgestellt.

 

Robin Siegel

Von der Last zur Lust. Wege in die

Psychotherapieausbildung und aktuelle Bestrebungen

zur Veränderung der Ausbildungssituation.

(Vortrag)

Psychotherapie stellt für viele Psychologinnen und Psychologen ein attraktives Berufsfeld dar. Doch die seit 1999 nach dem Psychotherapeutengesetzt (PsychThG) geregelte Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erweist sich als große Hürde für den Einstieg in diesen Beruf. Die an privaten Ausbildungsinstituten angebotene Ausbildung ist kostspielig und in der so genannten „Praktischen Tätigkeit“ in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken werden die Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) bei geringer oder häufig sogar fehlender Bezahlung als billige therapeutische Arbeitskräfte ausgebeutet. Dies ist Grund genug sich für eine Veränderung der aktuellen Bedingungen stark zu machen. Hierfür stehen eine Reihe von organisierten und/ oder an (Fach-)Verbänden und Gewerkschaften orientierten sowie unorganisierten und/oder privaten Möglichkeiten zur Verfügung. In dem Vortrag soll zum Einen über allgemeine Ausbildungsbedingungen und wichtige Bedingungen bei der Institutswahl informiert werden. Im Anschluss werden aktuelle Entwicklungen und Bestrebungen zur Veränderung der Psychotherapieausbildung und des PsychThGs aufgezeigt und verdeutlicht, an welcher Stelle eigenes Engagement möglich und sinnvoll ist.

 

Robin Siegel

Den Stress mit dem Rücken tragen: Über die Arbeit in der orthopädischen Rehabilitation

(Vortrag)

Für Psychologinnen und Psychologen stellt die orthopädische Rehabilitation ein gutes und spannendes Berufsfeld dar, in dem medizinische und psychologische Behandlungsansätze mit einander verknüpft werden. Beispielsweise berücksichtigt das Konzept der Verhaltensmedizinischen Orthopädie neben den im Vordergrund stehenden orthopädischen Funktionseinschränkungen bzw. Erkrankungen, den damit im Zusammenhang stehenden, teilweise chronifizierten Schmerzzuständen, psychische und/oder soziale Belastungen des alltäglichen Lebens. Gerade weil es sich bei den Patientin häufig um Patienten mit einem hohem sozialen Funktionsniveau ohne psychische Grunderkrankung handelt, ist die Arbeit eine spannende Herausforderung. Die wesentlichen Behandlungsziele des psychologischen Angebotes sind, neben der Vermittlung von Grundlagen zur Schmerzentstehung und Schmerzaufrechterhaltung, die Erarbeitung gedanklicher Strategien und spezifischer Entspannungstechniken zur Schmerzreduzierung sowie die Vermittlung von Strategien zur Stressbewältigung. Ziel der Veranstaltung ist es einen Einblick in die Praxis der orthopädischen Rehabilitation zu geben. Dabei werden neben den beruflichen Rahmenbedingungen auch Behandlungskonzepte und Themenschwerpunkte dargestellt, die das Arbeiten in der orthopädischen Reha attraktiv machen.

 

Anja Simon

Informationsveranstaltung zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten

(Vortrag)

Der Vortrag soll Informationen rund um das Thema „Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten“ liefern. Dabei werden zum einen Voraussetzungen zur Ausbildung besprochen, zum andern konkrete Inhalte und auch der formale Ablauf einer solchen Ausbildung. Auch Möglichkeiten der Ergänzungsqualifikation sowie Weiterbildungen in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychotraumatherapie, etc. sollen thematisiert werden. Dabei wird die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut auch unter Aspekten der Berufsaussichten reflektiert werden. Ziel des Vortrages ist dabei, einen möglichen Entscheidungsprozess hinsichtlich der Überlegungen, eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten zu beginnen, zu erleichtern.

Universität und Abschluss: 1999 - 2005 Studium der Psychologie an der Rheinischen Friedrich Wilhelm Universität Bonn Weiterbildungen: 2005---2008 Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin, Fachkunde: Verhaltenstherapie, Weiterbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, beides bei der APPKÖLN

Beruf und Unternehmen: psychotherapeutische Tätigkeit in ambulanter Praxis, und Ausbildungskoordinatorin der Akademie für Angewandte Psychologie und Psychotherapie (APP Köln) Forschungs-/Arbeitsschwerpunkte: beziehungsorientierte Verhaltenstherapie, in der Berufspolitik Schwerpunkt des Einsatzes

für Optimierung der Situation für PiA, Verbesserung der beruflichen Möglichkeiten für „Jungapprobierte“; Netzwerkarbeit Homepage: www.app-koeln.de

 

 

Gabriele Steentjes

Schulpsychologie im Wandel der Zeit

(Vortrag)

Am Beispiel einer Beratungsstelle für Schulen in Hamburg und einer freien Praxis möchte ich darstellen, wie sich die Arbeit der Schulpsychologie in den letzten 15 Jahren verändert hat. Was heißt es heute Psychologe zu sein in einer freien Praxis. Wie wünsche ich mir meinen Arbeitsbereich und was verlangt die Realität von mir. Anhand von Beispielen aus der Praxis und Fragen der Studenten soll ein Bild der Schulpsychologie von heute entstehen.

 

Rafael Stoll

Schulpsychologie als Arbeitsfeld

(Vortrag)

Die Schulpsychologie als pädagogisches Anwendungsfeld der Psychologie ist ein vielseitiges Arbeitsgebiet das sich im neuen Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pflaz (ehemals IFB) in verschiedene Kernaufgaben aufteilen lässt. Von der Beratung beteiligter LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern bei vielseitigen Herausforderungssituationen, über die Systemberatung an Schulen bis zur Gestaltung von Fort- und Weiterbildung von LehrerInnen - ebenso die Unterstützung der Beteiligten bei außerordentlichen Krisensituationen. Als Berufseinsteiger in diesem anspruchsvollen Feld möchte ich Sie herzlich einladen einen kleinen Einblick zu gewinnen und teile gerne mit Ihnen meine ersten Erfahrungen aus dem professionellen Arbeitsleben. Zunächst wird das Institut und damit verbunden die vielseitigen Aufgaben der Schulpsychologie präsentiert. Anschließend bleibt Raum für persönliche Fragen. Bei weitergehendem Interesse stehe ich auch im Anschluss in der „Job-Lounge“ zur Verfügung.

 

Prof. Attila Szabó

Chancen und Risiken in der freiberuflichen psychologischen Tätigkeit

(Vortrag)

Im Vortrag werden die Möglichkeiten für die Einrichtung einer psychologischen Praxis (also nicht der psychotherapeutischen Praxis!) erläutert. Dabei werden die Perspektiven und die Marktsituation für verschiedene Tätigkeitsfelder erläutert.

 

Richard Tank

Verkehrspsychologie kenne ich, mach ich jeden Abend!

(Vortrag)

Der Begriff „Verkehr“ weckt in Deutschland zweideutige Assoziationen und Verkehrspsychologie ist nur denen bewusst, die sich und andere unter Umständen in Lebensgefahr brachten und sich deshalb einer Fahreignungsdiagnostik unterziehen mussten. Dabei war durch die Mitarbeiter von WUNDT Verkehrspsychologie mit ihrer Positivauslese von Straßenbahnschaffnern früh bekannt. Ihren wissenschaftlichen Beitrag in der experimentellen Psychologie leistete die Verkehrspsychologie lange vor der damals akademisch weitgehend vernachlässigten, aber praktischen Psychodiagnostik. Mittlerweile bestehen Beziehungen zu allen anderen psychologischen Teildisziplinen. Von ihren Aufgabenstellungen her gesehen ist sie interdisziplinär, mit engen Verbindungen zu den Fachdisziplinen der Verkehrs- und Kraftfahrzeugtechnik, der Verkehrsmedizin und – Soziologie sowie der Verkehrsrechtswissenschaft. Psychodiagnostik und Verkehrspsychologie gehören heute zu den einzigen psychologischen Teildisziplinen, die gesetzlich verankert sind. In dem Vortrag wird die Geschichte der Verkehrspsychologie skizziert und exemplarisch mit aktuellen, zum Teil auch tagespolitischen Ereignissen sowie amüsanten Anwendungen aus der Eignungsdiagnostik verknüpft.

 

Bettina Tausendfreund

Assessment Center: wie laufen sie heute in der Praxis wirklich ab?

(Workshop)

Im Workshop lernen die Teilnehmer das AC praxisnah kennen. Sie probieren sich in der Rolle des AC-Teilnehmers oder des AC-Beobachters aus und schärfen gleichzeitig ihre Sinne und ihr Verständnis für das sensible Thema „beobachten und bewerten“. Zusätzlich gibt es einen Überblick zu den gängigen Übungen im Assessment, typischen Abläufen und „Spielregeln“ sowie reichlich Bericht aus der langjährigen Praxis einer in der Wirtschaft langjährig tätigen Psychologin. Die Fragen der Workshop-Teilnehmer rund um das Einzel- und Gruppenverfahren werden beantwortet, so dass im Ergebnis die Teilnehmer mit einer differenzierten Vorstellung der AC-Praxis den Workshop verlassen.

 

Dr. Meinald Thielsch

Forschen via Web? Online-Studien einfach selber machen!

(Workshop)

Online-Studien werden immer beliebter: Oft ist online ein einfacher Weg an Daten zu gelangen, was bereits im Studium bei Seminar- und Abschlussarbeiten sehr hilfreich sein kann. Online-Untersuchungen bieten viele Vorteile, unterscheiden sich aber an einigen Stellen sehr deutlich von klassischen Offline-Erhebungen. Hier ist es wichtig die zentralen Unterschiede und Besonderheiten zu kennen. Ziel des Workshops ist ein Überblick über die Möglichkeiten und Anforderungen von Online-Studien. Dabei soll der ganze Prozess einer Online-Erhebung behandelt werden: Ausgehend von Online- Forschung im Allgemeinen sollen die Erstellung einer Studie, die verschiedenen Wege der VP-Gewinnung, die technischen Möglichkeiten online sowie Unterschiede zwischen Befragungen und Experimenten diskutiert werden. Dabei sollen die Themen gemeinsam möglichst praktisch aufgearbeitet werden, hinzu kommen nützliche Link-, Literatur- und Softwaretipps.

Der Workshop richtet sich vorrangig an Personen ohne/mit wenig Vorerfahrungen mit Online-Studien. Besondere Computerkenntnisse sind nicht erforderlich. Nach dem Workshop sollen die Teilnehmer/ innen in der Lage sein sich selbständig in eine entsprechende Software einzuarbeiten und eine Online-Studie zu erstellen.

Literatur zum Workshop: Thielsch, M. T. & Weltzin, S. (2009). Online- Befragungen in der Praxis. In T. Brandenburg & M. T. Thielsch (Hrsg.), Praxis der Wirtschaftspsychologie: Themen und Fallbeispiele für Studium und Praxis (S. 69 - 85). Münster: Monsenstein und Vannerdat. [Der Text kann auf www.meinald.de heruntergeladen werden.]

 

Carsten von der Linden

Karrierechancen in der Strategieberatung

(Vortrag)

Erfolg ist immer eine Frage der richtigen Strategie. Sie entscheidet über die Zukunft eines Unternehmens. Erfahren Sie bei unserem Vortrag, wie Sie als Psychologe/ Psychologin bei der weltweit führenden Strategieberatung einsteigen und mit Ihrem Fachwissen innovative Strategien entwickeln und realisieren können. Im Anschluss haben Sie Gelegenheit, sich mit unseren Beraterinnen und Beratern, die einen ähnlichen Hintergrund haben wie Sie über Ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung bei BCG auszutauschen.

 

Wolfgang Weil

Aus dem Berufsalltag eines Provinz-Psychologen

... vor, während und nach dem Psychotherapeutengesetz (Vortrag)

In erzählerischer Weise soll der Übergang vom Psychologiestudenten zum Psychotherapeuten und dessen Berufsalltag beschrieben werden, wie er sich in der Zeit vor dem Psychotherapeutengesetz (1992- 1999) darstellte. Die Situation eines Therapeuten im Jahr vor dem Psychotherapeutengesetz (1998), das von vielen Betroffenen als chaotisch bis nahezu traumatisch erlebt wurde (Nachqualifikation, ständig wechselnde Übergangsregelungen etc.), soll geschildert werden. Schließlich soll die heutige Berufssituation eines niedergelassenen Psychotherapeuten und sein Platz in der psychosozialen Versorgung vorgestellt werden, mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen. Hierbei sollen auch die jeweiligen gesellschaftlichen Hintergründe beachtet werden, die das Lebens- und Arbeitsgefühl mit beeinflussen. Abschließend sollen Gedanken und Sichtweisen zur beruflichen Wertigkeit eines „Psychologen in der Provinz“ angesprochen und eventuell diskutiert werden.

 

Sebastian Wozny

Kritische Psychologie - Was gibt es denn zu kritisieren? Und: Kannst Du Kritik auch anfassen?

(Workshop)

„Kritisch“ bedeutet zuerst einmal die kritische Vorgehensweise einer Wissenschaft, findet also innerhalb dieser statt. Nun kann natürlich die Frage gestellt werden, ob nicht jede Wissenschaft ein kritisches Moment besitzt? Ist sie methodisch nicht per se darauf ausgelegt, anhand von „Gütekriterien“ darauf zu schauen, nicht voreilig das Argument darzulegen, das Erkennen fundierter Belege zu behaupten oder gar den Sachverhalt zu beweisen? „Kritische Psychologie“ geht aber weiter und bleibt nicht innerhalb der Wissenschaft, sondern ordnet sie auch gesellschaftlich ein: Was ist also Funktion und Nutzen der Psychologie, bzw. für „was“ funktioniert sie und „wem“ nutzt sie? Ich möchte in diesem Workshop zuerst einen kleinen Einblick in die Argumente der Kritischen Psychologie geben und darstellen, dass die Psychologie nach dieser Auffassung auch einer gesellschaftlichen Sichtweise verpflichtet ist, welche sich dem „Subjekt: Mensch“ widmet und dem Individuum ein mögliches Potenzial zur Emanzipation bietet möchte - „Psychologie MIT den Menschen, nicht an den Menschen!“ Was nach einem ehrenhaften Ziel klingt, soll natürlich auch reflektiert werden... Also heißt die konsequente Frage: Was kann denn Kritik? Gibt es Möglichkeiten, auch nach diesem Ideal zu handeln? Daher möchte ich euch einladen, anhand von einigen Beispielen aus der Praxis gemeinsam zu „spinnen“, wie eine kritische Haltung auch angewendet werden kann (ohne gleich das ganze System um zu schmeißen ;o) Dass ich diesen Workshop anbiete(n kann), liegt daran, dass wir in Trier zum SS 2007 ein Autonomes Seminar zur KP gründeten und uns seitdem eigenständig mit diesem Thema befassen. Daher möchte ich an dieser Stelle auch für die große Hilfe der Menschen aus unserer Gruppe danken - vor allem Maxi, die mir ihr „verständliches“ Material zur Verfügung stellte :o)

 

Marie Christina Zahn

Berufsfeld Klinische Psychologie:Weiterbildung zum/r Psychologischen Psychotherapeuten/in (Vortrag)

Das Arbeitsfeld der klinischen Psychologie ist sehr groß und vielseitig. Es erstreckt sich über Tätigkeiten in Beratungsstellen, psychosomatischen oder psychiatrischen Kliniken, an Universitäten, in Ambulanzen oder einer selbstständigen Tätigkeit in einer psychotherapeutischen Praxis. Für diese Berufsfelder ist eine therapeutische Weiterbildung nach dem Psychologiestudium unerlässlich. In einem Vortrag werden die nötigen Vorbereitungen,Voraussetzungen und Möglichkeiten zur Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten genauer vorgestellt. Die Inhal- te orientieren an den gesetzlich vorgeschriebenen Ausbildungsbestand- teilen, die anhand eigener Erfahrungsberichte veranschaulicht werden sollen. Hier wird unter anderem näher auf die theoretische Ausbildung, praktische Tätigkeit, Selbsterfahrung, praktische Ausbildung und die so- genannten „freie Sitze“ eingegangen. Weiterhin werden die rechtlichen Grundlagen des Psychotherapeutengesetzes und anderer Rechtsverord- nungen, verschiedene Weiterbildungsrichtungen, Finanzierungswege und Möglichkeiten und Notwendigkeit einer Promotion vorgestellt. Ein anschließender Austausch ist nach dem Vortrag und im Rahmen der Job- Lounge möglich.

 

Michael Ziegelmayer

Aktives berufspolitisches Engagement - Schnee von

gestern oder notwendige Voraussetzung für die

Sicherung des Berufsstandes?

Möglichkeiten der Einflussnahme für Studierende und junge KollegInnen. (Workshop)

Aktuell arbeiten in Deutschland ca. 50.000 Psychologinnen und Psychologen, zu ca. 60% als Psychologische PsychotherapeutInnen und zu ca. 40% in anderen Berufsfeldern von der klinischen Psychologie über die Wirtschaftspsychologie bis hin zu den zahlenmäßig etwas schwächeren Bereichen wie Verkehrs-, Rechts-, Gesundheits- oder Sportpsychologie. Vor ziemlich genau zehn Jahren wurde der neue Heilberuf des Psychologischen Psychotherapeuten geschaffen. Damit wurde in den Kammern für knapp zwei Drittel der KollegInnen ein neuer (Zwangs-)Rahmen für die Interessenvertretung geschaffen, der sehr strikten gesetzlichen Regelungen unterliegt. In den vergangenen drei Jahren wurde durch den Bologna-Prozess das Studium der Psychologie den tief greifendsten Veränderungen seit der Einführung des Diploms vor ca. 70 Jahren unterworfen.

Aktuell liegt ein Forschungsgutachten zur Ausbildung der Psychologischen PsychotherapeutInnen vor, das weitreichende Veränderungen in dieser Ausbildung vorsieht. Genuin psychologische Tätigkeitsfelder werden nach wie vor von VertreterInnen anderer Berufs –und Ausbildungsgruppen besetzt und beansprucht. Dies sind einige der Voraussetzungen, unter denen die berufspolitische Arbeit des BDP zur Zeit statt findet.

 

 

 

 


 
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